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"Seit 1992 haben mehr als 2,5
Millionen Menschen einen
Antrag auf persönliche Stasi-Akteneinsicht gestellt....Bis heute sind die Antragszahlen sehr hoch: 2008 zählte die BStU 87.366 Anträge von Bürgern." ...heißt es auf der Website der BStU Anfang 2009. In einem Interview auf der Website des Goethe-Institutes von 2007 spricht Frau Birthler von bis dahin (2007) 1,6 Mio. Menschen, die persönlich Anträge auf Akteneinsicht gestellt haben. Und allein im Jahr 2007 einem Anstieg auf sogar 100.000 Anträge auf Stasi-Akteneinsicht. Das hieße ja, dass allein im Jahr 2008 - um auf die 2,5 Mio. von heute zu kommen - ca. 1 Million Anträge eingegangen sein müssten. Aber die Rede ist ja in dem Beitrag auf der BStU-Website von 87.366 Anfragen im Jahr 2008. ...Durch diese kleinen Widersprüche neugierig geworden, habe ich mir die Zahlen einmal genauer angesehen, um Klarheit über das tatsächliche Interesse der Bevölkerung an den Stasi-Akten zu bekommen. In der Chronik der BStU steht unter 1992 geschrieben: "Ende 1992 - Es liegen über 500.000 Anträge auf private Akteneinsicht vor. Es kommt zu erheblichen Wartezeiten für die Bürger die ihre Unterlagen sehen wollen." Im Jahr 1995 der BStU Chronik steht: "der Millionste Antrag auf Akteneinsicht geht ein." In einem Dokument der BStU zu ihrem 15jährigen Bestehen findet sich folgende Grafik der jeweils eingegangenen Anträge auf Stasi-Akteneinsicht pro Jahr von 1990 bis ins Jahr 2006. ![]() Darin ist beeindruckend zu sehen, wie viele Menschen 1992 Ihre MfS-Akten sehen wollten und auch, wie schlagartig das Interesse bis 1993 nach ließ. Warum? Hatten die Menschen plötzlich andere Probleme und Sorgen? Die Menschen werden es wissen. Und was bedeutet "Hinter 2,2 Mio. Anträgen stehen 1,7 Mio. Menschen"? (der Text oben rechts) Mehrfach-Anträge?? Weiter: Diese Grafik geht bis 2006. Auf der Website des Goethe-Institutes sagt Frau Birthler in einem Interview über das Jahr 2007: "Laut jüngstem Tätigkeitsbericht der BStU nahm die Zahl der Anträge 2007 um 20 Prozent auf über 100.000 zu. Insgesamt haben bisher rund 1,6 Millionen Menschen persönlich Akteneinsicht beantragt." Aber wo sie den Anstieg von "20%" her nimmt, ist mir nicht ganz klar, wohl aus dem Jahr 2005. Nun zurück zu dem Beitrag auf der BStU Seite über den Besuch von Frau Merkel. Hier steht: "2008 zählte die BStU 87.366 Anträge von Bürgern." Warum der plötzliche Abfall der Zahlen im Vergleich zu angeblich über 100.000 in 2007? Und eine Zahl, die stetig hoch ist, bzw. sogar noch weiter steigt? Nein, 2008 war - um genauer zu sein - die zweitniedrigste Anzahl von Anträgen seit 1990. Nach 1995. Also eher eine Flaute. Hängt das vielleicht damit zusammen, dass die Ostdeutschen im Moment andere Sorgen haben? Wer weiß!? Über Gründe des plötzlichen angeblichen (Wieder-) Anstiegs von 2005 bis 2007 auf angeblich 100.000 darf spekuliert werden. Wurde eine neue Stasi entdeckt?? Abschließend jedoch noch ein Diagramm von mir persönlich. Es stellt die - ja - sehr zahlreichen 2,5 Millionen Anträge auf persönliche Akteneinsicht , von denen ich noch immer nicht weiß, ob das nun Menschen oder Mehrfach-Anträge von weniger Personen sind, den letzten 20 (!) Jahren, einschließlich sicherlich BRD-Bürger, vor 1989 Ausgereiste, Behörden, Parteien, Organisationen, Wissenschaftler und Journalisten und vielleicht sogar also Mehrfachanträge gegen die 16,675 Millionen Einwohner der DDR im Jahre 1989.
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